Was Blumen erzählen von Margareta Fuchs

Was Blumen erzählen

Barbara Scheck

Auf einer Lesung in Reutte lernte ich die Autorin kennen und war eine begeisterte Zuhörerin. Davor wußte ich gar nicht, daß Blumen so „schwatzhaft“ sein können. Oder sind wir Menschen das? Immerhin ranken sich um diese herrlichen Gewächse unheimlich viele Sagen, Märchen und Legenden. Und genau darum geht es in diesem Buch.
Alphabetisch geordnet finden wir alles, was in unserer Region grünt und blüht von A wie Ackerwinde bis Z wie Zymbelkraut. Der Leser begegnet bekannten Gewächsen, aber auch unbekannten Pflänzlein, und kommt aus dem Staunen nicht heraus. Wunderschöne Aquarelle heben nicht nur den Anmut der besprochenen Blümelein hervor, wir finden sie auch auf so mancher Textseite, was alles zu einem Kunstwerk zusammenfügt.
Aber Vorsicht, als „Bestimmungsbuch“ ist es nicht unbedingt nutzbar, denn man stolpert über Begrifflichkeiten, die auf vermeintliche Fehler verweisen könnten. Oder kennt Ihr Osterglocken, die violettfarbig ausschauen? In der Tat wird die in Deutschland als Küchenschelle bekannte Blume in Tirol „Osterglocke“ genannt. Deshalb ist es wichtig, darauf zu verweisen, daß die Wanderleiterin Margarete Fuchs in Tirol unterwegs war, um ihre Geschichten zu sammeln. Sie würde Euch in freier Natur so manches unscheinbare Blümchen zeigen und wundersame Dinge darüber berichten können. Ein Buch, das Unterhaltung verspricht und einem neue Erkenntnisse beschert.

 

Was Blumen erzählen
Sagen aus der Pflanzenwelt
Margareta Fuchs
Edition Raetia, 1. Auflage, 336 Seiten
ISBN: 978-8872836347